Unser Kaninchen ist das Lohkaninchen in der Farbe "fehfarbig"

   

 siehe auch: Wikipedia

Das Fehlohkaninchen

Das Fehlohkaninchen ist noch eine junger Farbenschlag. Wie bei einem jungem Farbenschlag nicht anders zu erwarten, sind neben erreichte Zeile die unerreichten noch in der Überzahl.

Pos.2

Die anfänglich doch oft vorgekommene eckige Hinterpartie ist stark verbessert worden aber immer noch vorhanden. Jeder Züchter sollte hier eine verstärkte Zuchtauswahl treffen. Die eckige Hinterpartie vererbt sich sehr hartnäckig und kann nur durch anhaltende Verdrängungszucht ausgemerzt werden. Sind Vertreter mit absolut, runder Hinterpartie vorhanden, sollte dies, wenn nötig auch durch Linienzucht gefestigt werden.

Ein auch oft auftretender Mangel ist die verjüngte Vorderpartie. Dies dürfte durch angemessene Zuchtauswahl zügig beseitigt werden können.

Abstehende Hinterschenkel ist ein Mangel, der sich auch bei mir wiedereingeschlichen hat. Dieser Mangel war schon ziemlich beseitigt.

Die Vorderläufe sind meines Erachtens nicht stabil genug. Ich meine sie sollten kräftiger sein. Werden sie jedoch noch etwas schwächer, dann dürften auch bald mehr durchgetretene Vorderläufe zu beklagen sein.

Der Kopf ist oft noch zu schwach. Eine zu schmale und auch spitze Schnauze vertragen sich nicht mit dem gewünschten Äußeren eines Lohkaninchens.

Die Ohren sind überwiegend schön getragen. Auch wenn auf den Bewertungskarten kaum negative Bemerkungen zu sehen sind, können die Ohren aber etwas kräftiger werden.

Pos.3

Auch wenn das Haar überwiegend elastisch ist, fehlt doch oft Unterwolle. Es gibt aber auch in dieser Position Vertreter mit viel Unterwolle. Vertreter mit viel Unterwolle sollten bei der Zuchtauswahl vorrangig berücksichtigt werden. Kaninchen mit schwacher Struktur im Haar sind mir nicht bekannt.

Pos.4

Hier gibt es gegenüber den anderen Farbenschlägen keinen besonderen Vor- oder Nachteil. Der Vorteil bei diesem Farbenschlag liegt bei der Beschreibung der Farbe im neuen Standard 2018. Hier wird die Lohfarbe mit „gelblich lohfarbig bis orange rot“ beschrieben.

Bei der Auswahl der Zuchttiere sollten wir auf einen gleichmäßigen und nicht zu schmalen Augenring achten.

Ein gewissenhafter Züchter sollte auch auf die Ohrenflecken am Ohrenansatz achten. Diese sind schon mal zu klein oder aber so groß, dass dieser nur noch ein Kleks ist. Auch wenn ein Preisrichter diese Position nicht bemängelt, sollten wir dies in der Zucht mehr beachten.

Pos.5

Die Seitenspitzen richtig zu beurteilen ist erst mit etwas Übung möglich. Aufgrund dessen wird diese Position auch gern wenig Beachtung geschenkt.

Die Vorderläufe zeigen zu oft lohfarbige Haarspitzen. Hier aber, sollt die Fehfarbe sein, welche mit lohfarbigen Spitzen, wie die Seitenspitzen am Rumpf, durchsetzt sind. Die Zehenpunkte sind oft genug nicht scharf abgegrenzt. Dies hat auch etwas damit zu tun, dass die Haarspitzen an den Läufen Lohfarbig sind.

Das Ausschlaggebende ist die Lohfarbe am Bauch. Sie soll „gelblich lohfarbig bis orange rot“ sein. Die Farbbeschreibung lässt einen großen Spielraum zu und somit in der Zuchtauswahl auch kein genau definiertes Ziel. Ich schlage für die Zuchtauswahl die Kaninchen mit gleichmäßiger und leuchtender Lohfarbe den Vorzug zu geben. Dabei sollten sich die Schoßflecken und Seitenstreifen deutlich hervorheben. Beachtet auch die Bauchunterfarbe, diese sollte zum hin nicht Haarboden aufhellen. Wird die Bauchunterfarbe zum Haarboden hin heller werden, sollte das Kaninchen nicht zur Zucht verwendet werden.

Zu beachten ist:

Jungtiere haben weiße Unterfarbe an der Brust und Schoßflecken. Dies ist kein Fehler, ist im Standard aber nicht berücksichtigt.

Sollte ein Züchter Jungtiere mit dunklerer Unterfarbe haben, würde ich mich über eine Nachricht freuen.

Pos.6

Das zart abgetönte, lichte Blau der Deckfarbe ist mit einem leicht bräunlichen Schleier überzogen, der an kürzer behaarten Körperstellen (Kopf, Ohren und Läufe) etwas stärker in Erscheinung tritt.

Der leicht bräunlichen Schleier ist das eigentliche Problem. Ist die lohfarbige Haarspitz an den Vorderläufen (wie oben beschrieben) im zu starken Schleier zu finden, dann dürfte der Schleier wohl die falsche Farbe haben. Dies scheint mir aber sehr weit hergeholt zu sein.

Ist der Schleier zu kräftig, dann ist das blaugraue Auge, infolge dessen etwas braun. Zu gern wird ein braunes Auge als Fehler bei der Bewertung übersehen. Ist der Schleier nicht vorhanden, dann hat das Auge kein Braunanteil, ist also blaugrau. In der Zucht ist ein schwacher aber sichtbarer Schleier vorzuziehen, somit ist ein blaugraues Auge mit nur geringen Braunanteil ziemlich sicher.

Die Zwischenfarbe ist ein Problem. Kaninchen mit einer Zwischenfarbe in der Unterfarbe im Bereich der Deckfarbe dürfen nicht in der Zucht eingesetzt werden. Diese Zwischenfarbe vererbt sich hartnäckig. Eine Zwischenfarbe infolge eines Haarwechsels ist zwar nicht schön aber unvermeidbar. Kommen Tiere mit einem Haarwechsel in einer Bewertung, ist es möglich, dass der Preisrichter nur ein nb vergibt (leider).